Globale Erwärmung
Als globale Erwärmung bezeichnet man den in den vergangenen Jahrzehnten beobachteten allmählichen Anstieg der Durchschnittstemperatur der erdnahen Atmosphäre und der Meere sowie die erwartete weitere Erwärmung in der Zukunft.
Die globale Durchschnittstemperatur in der erdnahen Atmosphäre stieg im 20. Jahrhundert um 0,74 ± 0,18 °C. Die zwischenstaatliche Sachverständigengruppe über Klimaänderungen (IPCC) stellt fest, dass „der größte Teil des beobachteten Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur seit Mitte des 20. Jahrhunderts sehr wahrscheinlich auf den Anstieg der durch Menschen verursachten Treibhausgaskonzentrationen zurückzuführen ist“. Dies führt durch den Treibhauseffekt zu einer Erwärmung der Oberfläche sowie der unteren Atmosphärenschichten. Natürliche Phänomene wie die Sonnenaktivität in Verbindung mit Vulkanen hatten zwischen dem vorindustriellen Zeitalter und 1950 wahrscheinlich einen geringen Erwärmungseffekt, seit 1950 wirken sie jedoch abkühlend. Diese Feststellungen werden von mindestens 30 wissenschaftlichen Gesellschaften und Wissenschaftsakademien unterstützt, darunter alle nationalen Akademien der Wissenschaft der wichtigsten Industrieländer. Die American Association of Petroleum Geologists ist die einzige wissenschaftliche Gesellschaft, die diese Feststellungen offiziell ablehnt.
Das Klimasystem verändert sich aufgrund natürlicher interner Prozesse sowie als Reaktion auf Veränderungen externer Faktoren, darunter Sonnenaktivität, Vulkanemissionen, veränderte Erdumlaufbahn und -rotation sowie Treibhausgase. Die genauen Ursachen der gegenwärtigen Erwärmung werden aktiv erforscht. Wissenschaftlicher Konsens ist inzwischen jedoch, dass die Zunahme der von Menschen erzeugten Treibhausgase die Hauptursache darstellt.
[Quelle: Wikipedia].